Kreative Therapien

 

Samera, 13 Jahre (Irak)

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„Denn, um es endlich einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

(Friedrich Schiller 1795)

 

 

Mein neues Buch erscheint im Juli 2019

Kunst als Sprache der Intuition – der holografische Ansatz in der Kunsttherapie und kunstanalogen Transformationsprozessen, von Ulrike Hinrichs, mit Vorwort von Dr. Hans Hein, Synergia-Verlag, ISBN 9783906873824

 

 

 

Kunst als Sprache der Intuition

Unter dem Oberbegriff „kreative Therapien“ fasse ich die begleitende Unterstützung von Menschen in Krisensituationen und Veränderungsprozessen mittels des künstlerischen Ausdrucks zusammen.  Künstlerische Prozesse öffnen Räume, in denen wir nicht lösbar erscheinende Probleme aus einer anderen Perspektive betrachten können. Ich verstehe die Künste als eine Sprache der Intuition. Die Intuition hilft gerade in schwierigen Lebenssituationen, in der der Verstand oft maßlos überfordert oder in einer Denkschleife gefangen ist, neue Wege aufzuzeigen. Mittlerweile geht man auch in der wissenschaftlichen Betrachtung von zwei Grundformen des Denkens aus. Das schnelle Denken entspricht der intuitiven holografischen instantanen Wahrnehmung. Es zeigt sich in einer Art innerem Wissen, plötzlichen Eingebungen, inneren Bildern, einem Bauchgefühl. Das langsame logisch sequenzielle Denken entspringt unserem rational-analytischem Denken. Die Vernunft ist vernünftig, sie hilft uns logisch zu denken, aber sie kann nicht kreativ-innovativ agieren. Wirklich Neues entsteht jenseits der Ratio. Aber auch auf das  Gefühl ist nicht immer Verlass, gerade wenn wir uns in emotional sehr aufgewühlten Zuständen bewegen. In bedrohlichen Situationen greift unser Nervensystem auf unsere archaischen Urinstinkte zurück, mit entsprechenden neurobiologischen Reaktionen zu Flucht oder Angriff, schlimmstenfalls zum Shutdown (totstellen).[1] Das emotionale Gehirn, das nicht dem Zugriff des Bewusstseins unterliegt und nicht verbal kommunizieren kann, übernimmt dann die Kontrolle.[2]

Mit der Kunst können wir innere Bilder nach Außen bringen. Die Kunst kann den sprachlosen Raum sichtbar machen, Unaussprechliches artikulieren und Widersprüchliches mühelos vereinigen. Sie kann Neues gebären und Unbekanntes manifestieren. Das lässt sich etwa über Musik, die bildende Kunst aber auch über intuitive Schreibprozesse ermöglichen, bei denen eher das Spielen mit Buchstaben und Worten im Vordergrund steht, nicht das rationale Erdenken von Texten.

Weitere ausführliche Infos zu meinen Einzel- und Gruppenangeboten unter Kunsttherapie und Schreibtherapie

Zudem initiiere ich immer wieder integrative Kunstprojekte. Gemeinsames künstlerisches Schaffen überwindet (Sprach-)Barrieren und verbindet Menschen miteinander.

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[1] Siehe dazu meine Artikel

[2] Van der Kolk (2017). Verkörperter Schrecken. Traumaspuren in Gehirn, Geist und Körper und wie man sie heilen kann. Probst Verlag.