Kreative Therapien

 

Unter dem Oberbegriff „kreative Therapien“ fasse ich die begleitende Unterstützung von Menschen in Krisensituationen und Veränderungsprozessen mittels des künstlerischen Ausdrucks zusammen.  Ich biete Kunst- und Schreibtherapie sowie kunstanaloges Coaching, Beratung und Unterstützung mit künstlerischen Mitteln an. Zudem bin ich Lehrbeauftragte für kreative Therapien am Campus Naturalis.

Künstlerische Prozesse öffnen Räume

Künstlerische Prozesse öffnen Räume, in denen wir nicht lösbar erscheinende Probleme aus einer anderen Perspektive betrachten können. Kunst ist eine universelle Ausdrucksform unserer fühlenden intuitiven Seite. Der Nobelpreisträger Daniel Kahnemann, der zwei Grundformen des Denkens unterscheidet, beschreibt das schnelle assoziative Denken im Gegensatz zum langsamen rationalen Denken. Die Ethnologin Dr. Kessler spricht vom wilden Denken, das eine fluide, kreative, luzide Intelligenz hervorbringt. In diesem Sinne ist Kunst eine Ausdrucksformen des schnellen wilden Denkens.

Mit der Kunst können wir innere Bilder nach Außen bringen

Die Kunst kann den sprachlosen Raum sichtbar machen, Unaussprechliches artikulieren und Widersprüchliches mühelos vereinigen. Sie kann Neues gebären und Unbekanntes manifestieren. Das lässt sich etwa über die bildende Kunst aber auch über intuitive Schreibprozesse ermöglichen, bei denen eher das Spielen mit Buchstaben und Worten im Vordergrund steht, nicht das rationale Erdenken von Texten.

Was wir in Sprache fassen können, dass können wir reflektieren

Ich verstehe die Kunst als Ausdruck, der Eindruck macht. Den kreativen Ausdruck können wir reflektieren und für neue Erkenntnisse und Wege nutzen. Das Kunstwerk vermittelt uns dabei neue Perspektiven.

Perfektionismus ist die Angst vor der eigenen Unvollkommenheit

Ich kann nicht malen, höre ich immer wieder von Klient*innen. Prima! Denn wir nutzen die Kunst nicht im Sinne gesellschaftlicher Bewertungskriterien, sondern als Ausdrucksform. Brene Brown vergleicht die Kunst unter all den Kategorien, die sich der Mensch schafft, als diejenige, die dem Menschsein am meisten ähnelt.  „Es entspricht unserem Wesen, unvollkommen zu sein. Nicht kategorisierbare Gefühle und Emotionen zu haben. Dinge herzustellen oder zu tun, die manchmal nicht unbedingt einen Sinn ergeben. Kunst ist einfach etwas vollkommen Unvollkommenes“, so Brown in ihrem Buch „Verletzlichkeit macht  Stark“.

Info

Weitere ausführliche Infos zu meinen Einzel- und Gruppenangeboten unter Kunsttherapie und Schreibtherapie. Zudem initiiere ich immer wieder integrative Kunstprojekte. Gemeinsames künstlerisches Schaffen überwindet (Sprach-)Barrieren und verbindet Menschen miteinander.

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