grundrechte_kreativ

Unsere Leitkultur ist das Grundgesetz

Wir starten ein neues Kunstprojekt grundrechte_kreativ mit  Geflüchteten und allen interessierten Hamburgern.

Projektleitung Ulrike Hinrichs Kunsttherapeutin, Rechtsanwältin

Im Kontext der Integration von Flüchtlingen werden immer wieder Stimmen zur  „deutschen Leitkultur“ laut, die als Richtschnur zur Integration dienen soll. Jenseits vieler verschiedener strittiger Regeln zur Integration, besteht in unserer Wertegemeinschaft Konsens darüber, dass sich unsere fundamentalen Grundwerte in den Grundrechten finden. Diese sind nicht nur für Zugewanderte, sondern auch für hier aufgewachsene  Bürger nicht immer ganz einfach zu verstehen. Wir wollen die Grundrechte künstlerisch gestalten und der Öffentlichkeit präsentieren. Das künstlerische Medium verdichtet, es macht den Kern des Grundrechtes sichtbar. Die einzelnen Kunstwerke zeigen einen individuellen Blick des Künstlers auf das jeweilige Grundrecht. Wir arbeiten auch mit Texten und Musik. Der intermediale Kunstmix wird auf einer Veranstaltung präsentiert.

Mit einem Logo können wir uns über die jeweiligen Webseiten, Emailsignatur etc. verbinden und zum Grundgesetz bekennen.

Der Hamburgische Anwaltsverein, der geflüchtete Juristen betreut, wird beim Projekt kooperieren. Geflüchtete Juristen können beim Erklären und Verstehen der Grundrechte unterstützend in der Gruppe mitwirken. Infos: www.hav.de

Das Projekt wird unterstützt von „Lokale Partnerschaften Harburg“
Bezirksamt Harburg, Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Ziel Das gemeinsame künstlerische Schaffen zum Thema Grundrechte unterstützt zuallererst den interkulturellen Dialog über unsere wichtigsten Grundwerte. Man kommt ins Gespräch, diskutiert über das, was unsere demokratische Gesellschaft im Kern verbindet. Damit stellt dieses Kunstprojekt einen wesentlichen Beitrag zur Integration her. Das Erklären unserer Werte ist nicht belehrend, sondern dient als Grundlage des künstlerischen Schaffens. Dieser Ansatz schafft eine neue Dimension des Verstehenwollens auch auf Seiten des Künstlers, der das Wesen des Grundrechtes nach seinen individuellen Idee umsetzen will. Das künstlerische Schaffen vor allem ermöglicht zudem Begegnungen, die Sprachbarrieren aufheben und auf Gemeinsamkeiten setzen, statt Unterschiede hervorzuheben. Menschen begegnen sich auf Augenhöhe.  Geflüchtete werden eingebunden in unsere Wertegemeinschaft. Die Veröffentlichung in einem Booklet oder Blog verstärkt die Verbindung untereinander, schafft für alle Beteiligten eine Aufwertung ihrer Kunstwerke und dient als Multiplikator der Idee.

***

Termine

11.04.2018 um 17:00 bis 19:00 Uhr

7.12.2017 um 15:45 bis 18:45Uhr

MSH Medical School Hamburg Department Kunst, Gesellschaft & Gesundheit. Anmeldung bei Michael Ganß
Michael.Ganss [at] medicalschool-hamburg.de
Schellerdamm 22-24
21079 Hamburg

***

 

Hier erste Bilder und Ideen… aus der Künstlergruppe für Flüchtlinge

 

Unser Grundgesetz in Bildern

.

Ich bin ein Mensch

Zeinab Alipour (Afghanistan)

Artikel 1 GG
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Ich bin ich

Mehdi Ghorbani (Afghanistan)

Artikel 2 GG
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Ich bin wie du

Amer Hayder (Irak)

Artikel 3 GG
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Ich glaube oder auch nicht

Andrea Hörner (Deutschland)

Artikel 4 GG
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

 

Wir helfen dir in Not

Bethlem (Eritrea)

Art. 16a GG
1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht. …

.