Wohnst du noch oder lebst du schon auf der Straße

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Yvonne Lautenschläger – despair

Wohnst du noch oder lebst du schon auf der Straße?

Künstlerisch-kulturelles Integrations-Kunstprojekt zum sozialen Brennpunktthema Wohnen

von Ulrike Hinrichs, Kunsttherapeutin,  ehemalige Rechtsanwältin

News: Das Projekt ist gestartet, wer mitmachen will, meldet sich gern per Mail unter „ulrike.hinrichs @ web . de“.

Das Projekt wird gefördert durch den Hamburger Integrationsfond

 

 

 

Projektidee

Immer mehr Menschen sind demokrativerdrossen. Gesellschaftliche Diskussionen werden stark polarisierend geführt.  Ein schwieriges Thema für viele Menschen ist der Wohnungsmarkt. Der Wohnungsmarkt in Ballungsstädten wie in Hamburg ist nicht nur angespannt, sondern mittlerweile auch für „Normalverdiener“ sogar in den Randbezirken unbezahlbar geworden.  Es gibt keinen adäquaten Wohnraum mehr. Selbst mit Dringlichkeitsschein und Unterstützung des Amtes für Wohnungsnotfälle bekommen notsuchende Bürger*innen oft keine Wohnung. Ein Dach über dem Kopf gehört aber zum Existenzminimum und auch zum würdigen Leben in einer Demokratie. Das Thema beinhaltet daher viel sozialen Sprengstoff. Das gilt besonders auch in unserem Stadtteil Harburg, der ein Brennpunktbezirk ist.

Wir wollen uns künstlerisch mit dem Thema auseinandersetzen, Sichtweisen und Perspektiven darstellen, mit den Menschen über die Kunstwerke in eine Dialog kommen, dem Thema eine neue Perspektive durch die Brille der Kunst geben und diese an die Öffentlichkeit bringen. Das Thema menschenwürdiges Wohnen bezieht sich im Lichte des Grundgesetzes auf Art. 1 GG (Menschenwürde) und Art. 14 Abs. 2 GG (Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen). Damit schließt sich das Kunstprojekt dem in 2018 erfolgreich durchgeführten Projekt „Gemalte Freiheit“ an, bei dem die Grundrechte künstlerisch gestaltet wurden.

Zielgruppe: Das Projekt bringt alle Bürger*innen der Stadt zusammen, Künster*innen, Hobbymaler, Menschen in schwierigen / prekären Lebenswirklichkeiten, wie Geflüchtete, von Wohnungslosigkeit Betroffene, Mieter, die vor einer Kündigung stehen oder von nicht mehr bezahlbaren Mieterhöhungen betroffen sind. Der gewählte Ansatz ist niedrigschwellig, es werden nur geringe (aktive) sprachliche Fähigkeiten und keine künstlerischen Vorkenntnisse benötigt.

Durchführung: 4 Kunstworkshops in den Räume des Habibi Ateliers. Im Rahmen der Workshops brainstormen wir gemeinsam zum Thema, sammeln Ideen, stellen uns diese wechselseitig vor und beginnen mit dem künstlerischen Schaffen.  Wir treffen uns  regelmäßig als Gruppe analog und digital (WhatsApp, Email, facebook, Instagram), um den Fortgang des Projektes zu besprechen und uns die Kunstwerke zu präsentieren. Die Werke werden in einer Ausstellung 2019 gezeigt.

Ausstellung: Die Ausstellung der Werke erfolgt  in den Harburger Arcaden im Rahmen des Projekts „Kunsttausch für Obdachlose“. Zahlungsmittel für die Kunst sind etwa Isomatten, Schlafsäcke, Decken, Zelte, warme Socken, Hundefutter oder Hygienepakete. Geld ist als Zahlungsmittel ausgeschlossen.

Vernissage am 2.12.2019, die Ausstellung läuft bis 20.12.2019

Künsterlsiche Führung mit Dialog am 14.12.2019, die Künstler*innen werden anwesend sein

Ausgewählte Werke:

 

Termine für Künstlertreffen zum Austausch im Habibi Atelier, Harburger Arcaden, Lüneburger Straße 39, 21073 Hamburg, Leitung Sly und Ulrike

Jeweils Mittwoch 26.6., 18.9., 16.10, 13.11.2019, von 16.00 bis 19.00 Uhr
Kontakt: Ulrike Hinrichs, ulrike.hinrichs @ web.de und 040 8197 7616

Das Projekt wird gefördert durch den Hamburger Integrationsfonds

 

 

 

 

Presse