NICHTS

„Menschsein ist ein Verb, ein Handeln:
diese zutiefst kreative Kraft,
die sich anpasst, überlebt, sich entfaltet und neue imaginative Formen erschafft.“

Jeremy D. Johnson[1]

Das Wissen aus dem NICHTS ….

Wer kennt das nicht … ein ungutes Bauchgefühl, eine plötzliche Erinnerung an ein Lied aus der Kindheit, ein überraschendes inneres Bild vor Augen und irgendwie ergibt das auch noch einen Sinn. Genau um diese intuitven Eingebungen geht es hier. Wenn Sie bis zu dieser Seite durchgedrungen sind, dann sind Sie offensichtlich interessiert an dem Thema. Ich auch. Basierend auf unserer materialistisch geprägten Weltsicht wurde diesem „intuitivem Wissen“ lange wenig Bedeutung beigemessen, eine Laune der Natur, ein unbedeutendes Nebenprodukt der menschlichen Psyche. Entscheidungen sollen „rational“  getroffen werden. Ich habe gelernt auf meine intuitiven Eingebungen zu vertrauen und diese immer weiter zu entwickeln und zu schärfen.

Aus der Perspektive einer holografischen Weltsicht, die das seit der Aufklärung vorherrschende materialistisch-mechanistische Weltbild ablöst, kann man intuitive Wahrnehmungen als einen Ausdruck resonierender universeller Felder verstehen. Das holografische Weltbild überschreitet die Grenzen der dreidimensionalen Realität, der Materie, in den virtuellen universellen Raum. Jedes System, auch der Mensch, ist danach ein Holon.  Daraus folgt eine vielstufige, geschichtete oder geschachtelte Hierarchie von Sub-Ganzheiten, jedes Teil dieser Hierarchie ist auch ein selbständiges Ganzes. Die Psyche ist demzufolge nicht nur ein individualisierter Teil des Menschen, sondern gleichzeitig Teil eines gesamten Bewusstseinsfeldes, ein dezentraler Geist in einem dezentralen globalen Organismus, wie Johnson es beschreibt. Wissen und Erfahrungen sind in universellen Feldern gespeichert, mit denen der Mensch mittels seiner Intuition in Resonanz steht. Psychische Beeinträchtigungen und seelischen Nöte wechselwirken ebenso mit diesen Feldern wie kollektive Verletzungen und Traumata. Im Fokus der holografischen Wahrnehmung zum Lesen und Verändern intelligenter Felder steht die Intuition. Spielen, Imaginieren, Fantasieren, Träumen, Musizieren, absichtsloses künstlerisches Schaffen, all das ist für Kinder ganz selbstverständlich. Im Laufe des Heranwachsens wird uns diese großartige Eigenschaft abtrainiert. Dabei ist gerade dieses Spielerische für die Belebung der Intuition unerlässlich.[2]

Jeder Mensch hat Zugang zu diesem „intuitivem Wissen“. Wir können diese Sinneswahrnehmungen nutzen und schärfen, um Erkenntnisse zu gewinnen, die aus dem holografischen Raum kommen. Der erste Schritt ist ein Vertrauen in die Intuition.  Die Wahrnehmungssinne sind unterschiedlich ausgeprägt. Der eine sieht (innere) Bilder, der andere hört etwas, Sätze, die aus dem Nichts zu kommen scheinen. Es gibt auch Menschen, die reagieren mit starken kinästhetischen Wahrnehmungen, wenn sie etwa einen Raum betreten oder einer Person begegnen (ein ungutes Bauchgefühl, Druck auf der Brust). Ich habe für mich den künstlerischen Ausdruck durch intuitives Malen entdeckt, um Informationen aus dem holografischen Feld zu bekommen. Daher arbeite ich auch im Rahmen von Kunsttehrapie, Coaching und Beratung gern mit künstlerischen Mitteln. Etwas „Nichtsichtbares“ wird durch den küsntlerische Ausdruck sichtbar gemacht. Ich verstehe die Künste daher auch als eine Form der Sprache der Intuition.

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Literatur

[1] Johnson, Jeremey D. (2017). Interview von Elizabeth Debold.  Leben Im Anthropzän. Evolve,  Magazin für Bewusstsein und Kultur. 15, 2017, S. 61 ff.

[2] Darauf weist auch der renommierte Hirnforscher Gerald Hüther immer wieder hin, der mit Quarch sogar ein appellierendes Buch zu diesem Thema geschrieben: Rettet das Spiel. Weil Leben mehr als funktionieren ist., Hüther, Gerald; Quarch, Christoph (2016)

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Ulrike Hinrichs 2018