Wortblüten

Sie schreiben leidenschaftlich gern?

Die intermediale Kunsttherapie zeichnet sich durch die Verbindung verschiedener Künste aus. Neben der bildenden Kunst arbeite ich auch mit kreativen intuitiv verfassten Texten in der Kunsttherapie.

Wortblüten bezeichne ich intuitiv verfasste Texte, man könnte sie auch Blüten der Seele nennen. Solche spielerisch verfassten Texte können uns in einer Krise oder bei der Lösung eines schwierigen Problems unterstützen. Die intermediale Arbeit mit der Verbindung von Bild und Poesie führt zu einer Synästhesie der Sinne. Auch unsere Alltagswahrnehmung und Wirklichkeit vollzieht sich intermedial, so dass diese Verbindung und Synergie der Sinnesausdrücke für den Zugang zur Intuition besonders förderlich ist.

„Über die Kunst kann die Synästhesie allen Menschen zugänglich sein“, so Wallner.[1] Sie führt weiter aus:
„Leben bedeutet, eine Art Gefäß für diese Wahrnehmung zu bauen, um diese wiederum zu reflektieren. Dies führt jeder nach seiner Ordnung aus. Neben dieser sehr subjektiven Wahrnehmung existieren Punkte, über die sozusagen alle Menschen verknüpft sind: Über das Zusammenspiel der Sinne ergibt sich eine Ästhetik, die der Struktur des Nervensystems gleicht. Darüber sind alle vernetzt. Wir stimulieren uns gegenseitig und setzen dabei Impulse frei, die wiederum unsere Umgebung beeinflussen. Alle menschlichen Sinne können im Zusammenspiel ganz kleine oder ganz große Bilderwelten erschaffen. Über das Zusammenspiel von mehreren unserer Sinne entsteht die synästhetische Wahrnehmung.“[2]

Diese Synästhesie verhilft zu komplexerem, vernetztem intuitiv geleitetem Erleben.

 

Hier drei Beispiele für ein worspielrisches Elfchen.

Und so geht´s

Ein Wort: Gedanke, Gegenstand, Reizwort
Zwei Wörter: Was macht das Wort 1
Drei Wörter: Wo oder wie ist das Wort 1
Vier Wörter: Was meinst du dazu?
Ein Wort: Fazit, was kommt dabei heraus?

 

 

___

Literatur

Wallner, Sabrina (2016). Hypersensitiv. Das unbegrenzte Potenzial des menschlichen Geistes. Nördlingen: C.H. Beck

[1] Wallner (2016, S. 23)

[2] Wallner (2016, S. 23)